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Tesla Supercharger für die Zombie-Apokalypse

Zombie Apocalypse proof supercharcher Eigentlich wollte Elon Musk die Menschheit billig und schnell ins All bringen, doch jetzt sorgt er lieber dafür, dass die Menschheit für die Zombie-Apokalypse gewappnet ist. Der Tesla-Chef verkauft mit seiner weiteren Firma, The Boring Company, nicht nur Flammenwerfer für den Hausgebrauch. Nun versucht Musk die Vorteile des neuen Tesla Supercharger hervorzuheben.

Die Version 3 von Teslas E-Tankstelle soll Ende des Jahres verfügbar sein. Laut Musk soll der Supercharger V3 „Zombie-Apokalypse sicher“ sein. Jedoch sind damit keine eingebauten Verteidigungsmaßnahmen gegen die wandelnden Untoten gemeint, sondern dass die Supercharger auch bei Stromausfällen noch funktionieren.

Die Supercharger sollen mit Solarzellen und Akkus ausgestattet sein. Zu der Größe und der Effektivität hat Musk allerdings noch nichts gesagt.

Zu Versuchszwecken hat Tesla bereits einige vorhandene Supercharger mit dem neuen System ausgestattet. Bis die neuen E-Tankstellen einsatzbereit sind, soll das System noch optimiert werden. Musk geht davon aus, dass dann nahezu alle Version-3-Supercharger mit der Solarladeoption ausgeliefert werden können.

Version 3 soll die Tesla-Elektroautos auch schneller laden können. 200 bis 250 kW Ladeleistung sollen sie haben. Der aktuelle Supercharger schafft maximal 145 kW, wobei die Elektroautos die Ladegeschwindigkeit auf 120 kW beschränken. Musk Langzeitplan sieht Supercharger vor, die eine Ladeleistung von 360 bis 480 kW erreichen.

Hört sich so weit ganz gut an. Jedoch bleibt zu hoffen, dass Tesla die Anzahl seiner Supercharger in Deutschland noch erhöht, damit ausreichend vorhanden sind, sollte es tatsächlich eines zu einer Zombie-Apokalypse kommen. 67 Tesla E-Tankstellen gibt es bereits, 12 weitere befinden sich derzeit im Bau (Stand Mai 2018).

Zombies im realen Leben

Gibt es nicht. Gibt es doch! Zumindest, wenn man der Geschichte von Clairvius Narcisse Glauben schenkt.

Clairvius Narcisse „verstarb“ im Jahre 1962 und wurde von seiner Familie anständig begraben. 18 Jahre später tauchte Clairvius jedoch wieder in seinem Heimatort auf und gab sich seiner Schwester zu erkennen. Aber wie war dies möglich?

Eigentlich ganz einfach.

Wie bekannt, haben die Haitianer schon seit Ewigkeiten eine Voodoo-Kultur und glauben an Zombies. Nicht jedoch an diejenigen, die gierig nach Menschenfleisch sind, sondern an Untote, denen die Seele gestohlen wird und sie deshalb keine Ruhe finden. Clairvius war jedoch kein untoter Wiedergänger aus dem Jenseits. Seine Geschichte ist tatsächlich real.

Clairvius Narcisse wurde das Opfer eines Bocors, einem mächtigen Voodoo-Zauberer. Dieser hat sich einer bestimmten Droge bedient, um Clairvius zu betäuben. Clairvius wurde daraufhin zwar für tot erklärt und begraben – jedoch ist er nicht gestorben. Seine Familie hat dies nicht bekommen, sondern lediglich nur, dass jemand kurz nach dem Begräbnis das Grab beschädigt hatte. Das Clairvius von seinem Peiniger aus dem Grab geholt wurde, bemerkten sie jedoch ebenfalls nicht.

Der Fall wurde 1986 vom Ethnobotanist Dr. Wade Davis wie folgt erklärt: Clairvius Narcisse sei mit Hilfe von Tetrodotoxin in einem komatösen Zustand versetzt worden. Dieses Nervengift aus Kugelfischen ist 160.000 mal stärker als Kokain. Es genüge bereits, es in aufgeschürfte Haut einzureiben. Nachdem Clairvius aus seinem Sarg geholt wurde, habe der Voodoo-Priester eine weitere halluzinogene Droge verwendet, um Clairvius in willenloser Trance und als Plantagen-Sklaven zu halten. Es handelte sich dabei um Datura stramonium (Stechapfel).

Der Voodoo-Priester starb zwei Jahre, nachdem er Clairvius entführt hatte, der dadurch wieder frei wurde. Es dauerte jedoch weitere 16 Jahre, bis er zu seiner Familie zurückfand. Sie erkannten ihn sofort wieder und als er ihnen erzählte, wie er bei vollem Bewusstsein für tot erklärt, begraben und wieder ausgegraben wurde, waren sie zwar überrascht, akzeptierten seine Geschichte jedoch, weil sie eben fest an Voodoo glaubten.

Clairvius wurde später als „Mann, der einst ein Zombie war“ genannt. 1980 bezeichneten die Wissenschaftler Dr. Lamarque Douyon und Dr. Nathan Klein den Fall Clairvius Narcisse als ersten bestätigten Fall von „Zombietum“ (Zombie cadavre um genau zu sein.). Die Sache war für die Wissenschaft umso verstörender gewesen, dass der „Tod“ von Clairvius Narcisse akkurat belegbar und sogar von zwei amerikanischen Ärzten festgestellt worden war.

Dr. Davis untersuchte ein paar Jahr später in Haiti die Pflanzengifte, die 1962 benutzt worden waren, um Clairvius in einen Zombie zu verwandeln. Dr. Davis hätte nicht gedacht, dass Zombies real sein könnten, doch nachdem er die Wirkung von Tetrodotoxin und die haitianische Kultur studiert hatte, wurde er eines Besseren belehrt. Der kulturell verankerte Glaube an Zombies spiele eine große Rolle, meinte er. Dabei sei das Thema hochsensibel, denn die haitianische Voodoo-Kultur und ihr Zombie-Glaube würden meist falsch verstanden, speziell da das Thema Zombies nur einen Bruchteil, aber nicht den Kern des Voodoo ausmache.

Wenn ein Mensch aus diesem Kulturkreis dann in den halluzinogenen Zustand käme und nicht mehr Herr seiner Sinne sei, könne dies den Placebo-Effekt haben, ihn glauben zu lassen, dass jemand seine Seele gestohlen habe und er zum Zombie geworden sei.

Dr. Davis glaubt, dass die Verwandlung in einen Zombie innerhalb einer Gemeinschaft als abschreckende Strafe benutzt wurde, die allerdings nur selten verhängt wurde. Im Fall von Clairvius Narcisse soll sich dieser mit seinem Bruder über ein Stück Land gestritten haben.

In Japan kommt es übrigens auch häufig zu Vergiftungen mit Tetrodotoxin, da der Kugelfisch dort als Delikatesse gilt. Manchmal enden diese Vergiftungen sogar mit dem Tod. Nur werden die japanischen „Kugelfisch-Opfer“ nicht als Zombie bezeichnet.

Hier die Geschichte von Clairvius Narcisse in einem Video (englisch)

 

Zombie-Haltbarkeitsdauer

Wie verhält es sich eigentlich mit der Haltbarkeitsdauer eines Zombies? Kann er ewig „überleben“ oder erlischt sein Leben eines Tages wie das Licht einer Kerze? Diese Frage beschäftigt mich schon etwas länger.

Manche Filme oder Serien erwecken den Eindruck, dass Zombies ewig leben. Aber kann das wirklich sein? Totes Fleisch vergammelt doch schließlich nach einer gewissen Zeit, zerfällt oder wird von Maden und Würmern gefressen. Und ein Zombie – nun ja – er ist nun einmal totes Fleisch.

Lange haben wir überlegt, ob wir einen Verwesungstest durchführen, um euch in diesem Blog den Fortschritt vergammelten Fleisches und somit eine ungefähre Haltbarkeit eines Zombies zu präsentieren. Aber da das unter Garantie eine ziemlich eklige Angelegenheit geworden wäre und wir keinen Stress mit der Ehefrau oder den Nachbarn wollen, lassen wir es besser. Ersteinmal zumindest …

Allerdings gibt es in der Forschung tatsächlich eine Art von Verwesungstest. Diese beschäftigen sich zwar nicht mit Zombies, sondern mit richtigen Leichen. Diese Verwesungstests auf sogenannten Body Farms durchgeführt.

Als Body Farm wird ein Gelände bezeichnet, auf dem wissenschaftliche Studien zu postmortalen Veränderungen an Menschen an freier Luft erfolgen können. Anders ausgedrückt: Hier kann der Verwesungsprozess von Leichen beobachtet werden. Ein Verwesungstest im großen Stil also. Bislang gibt es weltweit nur vier dieser Einrichtungen. Alle befinden sich auf der anderen Seite des großen Ozeans, nämlich in den Vereinigten Staaten von Amerika. Eine fünfte Einrichtung ist allerdings in Indien geplant.

Nachfolgend stellen wir euch die Body Farmen einmal vor.

Die älteste Body Farm befindet sich auf einem 12.000 Quadratmeter großen Gelände mit dem Namen Anthropological Research Facility (ARF) und gehört zur Universität von Tennessee. Das bewaldete Grundstück liegt einige Kilometer vom Campus der Universität in Knoxville entfernt und wird vom Department of Anthropology betreut. Dies liegt daran, dass in Amerika Obduktionen von Fachärzten für Pathologie vorgenommen werden. Diese haben oftmals eine Zusatzausbildung in Rechtsmedizin. Die gut gesicherte Body Farm darf nur von Wissenschaftlern (hauptsächlich Anthropologen und Kriminologen) sowie von freiwilligen Körperspendern betreten werden.

Das Gelände war ursprünglich eine Mülldeponie und wurde 1971 von dem forensischen Anthropologen William M. Bass umfunktioniert. Bis 2006 war es das einzige Freiluft-Labor weltweit, auf dem Wissenschaftler den Zerfall menschlicher Leichen untersuchen konnten. Untersucht wurden unter anderem die Todesart, Alter, Geschlecht, Witterung oder die Verwesungsgeschwindigkeit. Zu Dokumentationszwecken werden die Leichen alle sechs Stunden von Digitalkameras fotografiert. Gleichzeitig werden die Randbedingungen, wie Lufttemperatur oder Luftfeuchtigkeit aufgezeichnet. Es werden auch Geruchsproben entnommen und auf ihre Zusammensetzung hin analysiert. Entomologen untersuchen zusätzlich noch die Besiedelung der Leichen durch Insekten.

Das FBI nutzt das Gelände ebenfalls, damit dort die Special Agents eine Grundausbildung in forensischer Entomolgie absolvieren können. Diese fand ursprünglich an der FBI-Akademie in Quantico, Virginia statt, wurde aber Opfer einer Budgetkürzung.

Auf der Body Farm liegen stets rund 40 Leichen in unterschiedlichen Verwesungsstadien. Trotz beschränkter Bedingungen (u. a. keine ansteckenden Krankheiten), übersteigt die Anzahl an Körperspenden den jährlichen Bedarf der Fakultät. Vollständig verweste Leichen werden im Rahmen einer einmal jährlich stattfindenden Clean Up Party vom Gelände entfernt. Diese werden je nach dem letzten Willen entweder bestattet oder der weltweit umfangreichsten Skelettsammlung, der William M. Bass Donated Skeletal Collection hinzugefügt.

Die zweite Body Farm an der Western Carolina University in Cullowhee (North Carolina) wurde 2006 eingerichtet. Auch hier finden wissenschaftliche Studien über Verwesungsprozesse statt. Diese Body Form dient aber noch einem anderen Zweck: Der Ausbildung von Leichenspürhunden.

An der Texas State University befindet sich die dritte Body Farm. Der Bau der Farm sollte verhindert werden, da Ortsansässige und die Verantwortlichen des San Marcos Municipal Airport wegen der über den Leichen kreisenden Aasgeier beunruhigt waren. Die Farm wurde aber trotzdem gebaut und ist heute voll funktionstüchtig.

An der Sam Houston State University befindet sich die vierte und letzte Body Farm mit dem wohlklingenden Namen Southeast Texas Applied Foresic Sciene Facility, kurz STAIFS genannt. Diese Body Farm ist eine hochmoderne Forschungs- und Trainingseinrichtung, dessen Hauptaugenmerk auf der Anwendung forensischen Wissens auf menschlichen Körpern liegt. Außerdem werden hier Studenten, Gesetzeshüter, Akademiker und forensische Spezialisten trainiert.

Die Body Farm umfasst ein 247 Hektar großes Stück Land, das an den Sam Houston National Forest grenzt und sogar ein Flussgebiet bereitstellt. Auf dem Gelände sind u. a. eine Outdoor Forschungseinrichtung eingerichtet, sowie ein forensischer Trainingsbereich, wo z. B. Such- und Erhaltungsmanöver durchgeführt werden können.

Im Außenbereich sind Web Cams installiert, die die Zeitspanne verschiedener Obduktionsaktivitäten aufzeichnen und diese an Computer senden. Ein Gebäude auf der Body Farm ist wie ein Leichenschauhaus ausgestattet. Kühl- und Gefrierhäuser, eine moderne Leichenhallen-Ausstattung sowie digitale Röntengeräte und Mikroskope finden darin Platz.

Nicht jeder ist für die Arbeit auf einer Body Farm geschaffen, da man permanent von Leichen sowie deren Verwesungsgeruch umgeben ist. Der Tod ist allgegenwärtig. Trotzdem sind Body Farmen ein wichtiger Bestandteil der Wissenschaft. Außerdem konnte dank ihnen auch schon so mancher Mordfall aufgeklärt werden.

Wer neugierig geworden ist und wissen möchte, wie es auf einer Body Farm aussieht, kann sich mit dem folgenden Video (englisch) einen kleinen Überblick verschaffen.

Natürlich kann man nicht sagen, ob die Ergebnisse der Verwesungsteste auch auf Zombies zutrifft, aber ist dem der Fall, weiß man zumindest, wie lange man sich ungefähr mit den Biestern auseinandersetzen muss.