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Stadt der Toten

Die nächsten Wochen möchten wir uns gerne wieder ein paar Filmen widmen. Die kalte Jahreszeit kann ruhig genutzt werden, es sich vor dem Fernseher bequem zu machen, um sich ein paar alte Zombie-Filme anzusehen.

Der 78minütige Streifen „Stadt der Toten“ stammt von dem Regisseur John Llewellyn Moxey und wurde im Jahr 1978 produziert. Darsteller waren die allseits beliebte Leinwandikone Christopher Lee, sowie Betta St. John, Patricia Jessel, Dennis Lotis und Venetia Stevenson.

Der „schaurigen B-Film gelte als Miniklassiker der britischen Horror-Renaissance der 60er Jahre“, schrieb die Zeitschrift Cinema über den Film. Das Lexikon des internationalen Films bezeichnete „Stadt der Toten“ jedoch als „lachhaften B-Horrorfilm“. Aber über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten.

Neben seinem Originaltitel „The City of the Dead“ ist „Stadt der Toten“ auch unter dem Namen „Horror Hotel” bekannt. Ferner weist der Film dramaturgische Gemeinsamkeiten mit „Psycho“ auf, der ebenfalls im Jahr 1960 produziert wurde. In beiden Filmen begibt sich eine junge Frau, die als Protagonistin eingeführt wird, in eine ihr unbekannte Gegend, checkt in einem Hotel ein und wird kurze Zeit später erstochen.

Achtung! Spoiler!
Wer nicht wissen möchte, worum es in dem Film geht, sollte ab hier nicht mehr weiterlesen.

 

 

 

Handlung:
Auf Empfehlung ihres Professors reist die junge Studentin Nancy Barlow in das abgelegene Dorf Whitewood in Neuengland. Dort möchte sie den Tod von Elizabeth Selwyn untersuchen, die im 17. Jahrhundert angeblich als Hexe verbrannt wurde. Nancy ahnt nicht, dass die Mächte des Bösen in Whitewood nach wie vor am Werk sind und sie in höchster Gefahr schwebt. Ein Hexenzirkel lechzt nach ihrem jungfräulichen Blut.

Wer Lust auf den Film bekommen hat, kann sich gerne bei Youtube ansehen, allerdings nur in der englischen Fassung.

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Zombies in Delmenhorst

Blutgierige, sich nach Menschenfleisch sehnende untote Kreaturen sind in die kreisfreie Stadt Delmenhorst im schönen Niedersachsen eingefallen. Sie liefern sich Schlachten mit Menschen, die um ihr Überleben kämpfen. Die Zombie-Apokalypse beginnt also in Delmenhorst. Oder doch nicht?

Nein!

Es sind zwar Zombies in die Stadt eingefallen, aber es ist längst nicht so schlimm, wie im ersten Moment vielleicht gedacht. Bei den Zombies handelt es sich nämlich nicht um real existierende Untote, sondern um virtuelle. Die Rede ist vom dem Spiel „The Walking Dead: Our World“. Dieses hat nun auch Einzug in die Stadt an der Delme gefunden.

Für diejenigen, die nicht wissen, um was es sich bei „The Walking Dead: Our World“ handelt, hier eine kurze Erklärung: Es handelt sich hierbei um ein standortbasiertes Augmented-Reality-Mobilspiel, dass einem die Zombie-Apocalypse virtuell näher bringt. Das Umfeld muss verteidigt werden, in dem man auf der Straße, im Park, hinter dem Deich oder sogar auf dem Sofa gegen die bei „The Walking Dead“ sogenannten Beißer gekämpft wird. Eine Art „Pokemon Go“, nur mit Zombies. Wann und wo man möchte, kann man sich Rick, Daryl oder anderen Charakteren aus „The Walking Dead“ anschließen. Die Umgebung muss gesichert und Karten für andere Spieler markiert werden. Charaktere, Waffen sowie andere Gegenstände der beliebten AMC-Serie können gesammelt werden. Gegner können sogar auch real existierende Orte und Objekte projiziert werden.„The Walking Dead: Our World“ kann nicht nur alleine gespielt werden, sondern auch mit mehreren Gleichgesinnten zusammen.

Dank „The Walking Dead: Our World“ kommt es schon mal vor, dass junge Frauen mitten in der Fußgängerzone von Delmenhorst von mehreren Zombies attackiert werden. Eine Kantana-Schwert schwingende Amazone eilt zu Hilfe und lässt anschließend die Untoten in einer Blutlache liegen. Dieser Bilder sind allerdings nur für den Spieler sichtbar. Unbeteiligte Passanten bekommen von dem Spektakel nichts mit.

Einer der Delmenhorster Spieler berichtete, dass er sich „The Walking Dead: Our World“ nur einmal ansehen wollte. Doch er ist hängengeblieben. Gestartet ist er bei dem Spiel als Einzelkämpfer, heute ist er der Anführer einer Gruppe, die sich „Delmenhorst Alive“ nennt. Ein Zusammenschluss mit anderen Spielern ist wichtig, da sich bestimmte Ziele nur mit Hilfe einer Gemeinschaft erreichen lassen.

Gemeinschaft bedeutet allerdings nicht, dass man sich persönlich kennen muss. Man wohnt zwar in derselben Stadt, aber hauptsächlich kennt man sich nur über den Chat von „The Walking Dead: Our World“. Obwohl man sich nicht kennt, treibt einen die Gruppe immer wieder an, weitere Ziele im Spiel zu erreichen. Alleine würde das Spiel wohl nicht so viel Spaß machen, berichtet der Delmenhorster.

Viele Delmenhorster wissen nicht einmal, dass ihr eigenes Haus für die Spieler als Waffenkammer, Handelsposten, Verstecke oder Lager fungiert. Natürlich nicht wirklich, sondern alles im Rahmen der virtuellen Welt von „The Walking Dead: Our World.“

Ich selbst habe bislang die Finger von dem Spiel gelassen. Und das, obwohl ich  aus der Gegend stamme. Aber wer weiß. Vielleicht dient mein Wohnhaus auch als Lager für einen begeisterten Spieler. Vielleicht wimmelt es im Garten nur so von Zombies. Gefährlich werden sie mir aber nicht.

Und mit Sicherheit ist durch “The Walking Dead: Our World” die Zombie-Apokalypse nicht nur in Delmenhorst, sondern auch in anderen Städten Thema geworden.

 

Trinkwasser auf See – Meerwasser entsalzen?

Zum Thema Trinkwasser auf dem Meer stellt sich zunächst die Frage, ob man Salzwasser trinken kann. Laut dem Selbstversuch des Franzosen Alain Bombard aus dem Jahr 1952 sollte dies schließlich – zumindest für einen Zeitraum von ca. 2 Monaten – möglich sein. Bombard ließ sich auf einem Schlauchboot über den Atlantik treiben und stillte seinen Durst ausschließlich mit Salzwasser und den Säften roher Fische. Auch die Nahrung holte sich der Survival-Pionier (den Begriff gab es seinerzeit noch gar nicht) aus dem Meer.

Nur vier Jahre später wollte ein Fan Bombards, der deutsche Medizinier Hannes Lindemann, das Experiment wiederholen und machte andere Erfahrungen: bereits auf halber Strecke zwischen Europa und Amerika wurde der Durst unerträglich, Arme und Beine schwollen an. Lediglich das aufgefangene Regenwasser ließ Lindemann auf dem Meer überleben.

Fakt ist auf jeden Fall: führt man dem Körper zu viel Salz zu, trocknet er innerlich aus. Aufgrund der in den Zellen stattfindenden Osmose entzieht das im Blut enthaltene Salz den Zellen das Wasser.

So lautet also die Herausforderung: Meerwasser entsalzen!

Meerwasser ist per se nicht genießbar und muss erst vom Salz darin befreit werden. Dazu gibt es unterschiedliche Methoden, die je nach Salzgehalt des Wassers mehr oder weniger geeignet sind, um lange genug Trinkwasser zu produzieren. So hat zum Beispiel die Ostsee im Bereich des bottnischen Meerbusens nur etwa 0,3-0,5% Salzgehalt, während im Bereich weiter im Westen, also der deutschen und polnischen Ostseeküste schon 1,7% Salzgehalt zu verzeichnen sind. Zum Vergleich: natriumreiche Mineralwasser kommen auf knapp 0,25% Salzgehalt (973 mg Natrium/Liter), was die südfinnische Küste in Sachen Trinkwasser interessant macht, da das Meerwasser in Bezug auf Salzgehalt schon sehr nahe am Sprudel liegt und sich damit gut entsalzen lassen dürfte.

Prinzipiell sollte Meerwasser immer 3 verschiedene Verfahren durchlaufen, damit es als Trinkwasser genutzt werden kann:

  1. Filtern mit Aktivkohle, Keramikfiltern und Ähnlichem
  2. Umkehrosmose
  3. Chemische Entkeimung

Im optimalen Fall hat das Boot bereits eine eigene Trinkwasserbereitung an Bord. Da dies aber wohl nicht immer der Fall ist, muss man selbst etwas haben, um Meerwasser trinkbar zu machen. Lässt das Budget es zu, kann man auf eine professionelle Entsalzungs-Anlage zurückgreifen, wie sie zum Beispiel von Katadyn* angeboten wird. 

Alternativ kann man sich auch selbst eine Entsalzung mit einer kleinen Destillieranlage (analog zum Schnapsbrennen) selbst bauen, oder bei entsprechender handwerklicher Begabung eine Solardestille.

 

Will man keine Entsalzung an Bord organisieren, muss genug Trinkwasservorrat mit an Bord (Platzproblem bedenken) oder die Reiseroute ist so zu wählen, dass in regelmäßigen Abständen an Bächen oder Quellen Süsswasser aufgenommen werden kann (möglichst weit weg von landwirtschaftlich genutzten, da meist gedüngten, Flächen). Hier müsste man die Reiseroute schon extrem gut vorausplanen.

Eine weitere Möglichkeit an Trinkwasser zu kommen ist das Auffangen von Regenwasser mit Planen oder großen Behältern. Auch dieses Wasser muss natürlich genau wie das Wasser aus Bächen und Quellen vorsichtshalber noch vorab entkeimt* werden.

Fazit: wenn wir uns für den Seeweg entscheiden, müssen wir uns mit der Entsalzung auseinandersetzen, oder ein sehr großes Boot haben, in dem wir dann ausreichend Wasservorräte verstauen können. Welche Art der Entsalzung wir dann wählen, hängt vom Geldbeutel und dem handwerklichen Geschick ab. Man sieht am Beispiel des Trinkwassers sehr schön wie wichtig es ist, sich zu jedem vermeintlich kleinen Teilaspekt bei der Vorbereitung auf die Zombie Apocalypse Gedanken zu machen. Denkt immer alles bis zum Ende durch und seid vorbereitet. Day Z is coming…