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Zombie Apocalypse

In Zeiten von globalen Wirtschaftskrisen, Arbeitslosigkeit, HARTZ IV, drohender Währungsreform und Enteignung, verliert man schnell den Blick für die wirklichen Gefahren, die auf uns lauern.

Apokalypsen!

Bei diesen kann es sich um eintretende Naturkatastrophen, wie den Ausbruch eines Supervulkans, Monsterbeben, die uns heimsuchen oder der Zusammenstoß der Erde mit einem Asteroiden handeln, die das Ende der Welt einläuten. Auch ein globaler Atom-Krieg könnte der Auslöser für eine Apokalypse sein.

Doch keine fasziniert die Menschheit derzeit so, wie die Apokalypse der Untoten – der Zombies.

Morgen schön könnten deine freundlichen und hilfsbereiten Nachbarn zu langsam verfaulenden Hirnfressern werden. Morgen schon könnten deine Freude versuchen dir das Fleisch stückchenweise aus dem Arm zu reißen. Morgen schon könnten deine Kollegen versuchen, dich in einen der ihren zu verwandeln.

Bist du darauf vorbereitet?

Nein?

Nun, das wird sich jetzt ändern!

Und was den Rest angeht – Wirtschaftskrise, Krieg und den ganzen Kram … Was soll’s?

Wer sich auf das Schlimmste – die Zombie Apocalyspe – vorbereitet hat, der ist auf alles vorbereitet.

Der elektronische Zombie – Persönliche Gedanken aus aktuellem Anlass

Der elektronische Zombie – Eine größere Gefahr für die Gesellschaft als die Zombie Apocalypse?

Was ist nur mit uns Leuten los? Zumindest mit vielen von uns…?

Facebook hat gestern seine aktuellen Zahlen verkündet. Trotz des nun selbst in den linientreuen Mainstream-Medien bekanntgewordenen Prism-Skandals inklusive der Verwicklung aller großen US-Internetdienstleister (ob nun unfreiwillig oder nicht ist vorläufig nebensächlich) konnte Facebook seinen Gewinn um satte 53% auf nun 1,8 Milliarden US-Dollar steigern. Laut Mark Sucker…ähm Zuckerberg stieg die Zahl der infizierten Untoten (er nennt sie Nutzer), die mindestens einmal monatlich auf Facebook sind, zu Ende Juni auf satte 1,15 Milliarden. Die Message dahinter: Knapp einem Siebtel der Erdbevölkerung (eher noch mehr, viele Menschen sind ohne Internetzugang) ist es total egal, dass ihre komplette Kommunikation für geheimdienstliche Zwecke (und was noch alles?) verarbeitet wird. Uff!

Ich hatte mich zwar nie der Naivität hingegeben, dass nun nach Bekanntwerden des Ausmaßes der Schnüffelei alle sofort ihren Facebook-, Twitter- oder Googgle-Account löschen, um dem “All Seeing Eye” die Datenlage etwas weniger schmackhaft zu machen. Dass es sich aber sogar positiv auf die Userzahlen bei solchen Datenkraken auswirkt, schockiert mich jetzt wirklich. Da muss man sich doch fragen, ob die Leute kein Hirn haben (ergo: zu doof sind) oder einfach so zombiemäßig abgestumpft von ihrem ständigen Ei-Fon-Gewische, dass ihnen eine digitale Totalüberwachung egal ist.

Eventuell sind sie auch von der “ich hab ja nichts zu befürchten“-Fraktion, die sich von den wohlfeilen Argumenten der Falken aus dem militärisch-industriellen Komplex einlullen und schön konditioniert von BILD und Glotze auf die jeweils aktuell propagierte Zielgruppe hetzen lässt. Bis sie dann irgendwann selbst zu so einer Zielgruppe gehören.

Diese Schafe, mit denen man früher Mitleid hatte, machen einem heute eher Angst. Es werden scheinbar immer mehr. Wer öfter in öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, kennt das: Rundherum lauter Teenager und selbsterkorene Hipster, die an ihren Smartphones rummachen und keinerlei Wahrnehmung mehr für ihre Umwelt haben. Auf mich wirken die so…untot

Die “digital natives”…da bleibe ich dann doch lieber ein analoger Neandertaler, der aber dennoch gut mit seinem Rechner umzugehen weiß und auch die Gefahren bei allen vorhandenen Annehmlichkeiten nicht vergisst. Ich habe daher von Anfang an das Mobiltelefon als unerträglichen Zwang zur Dauererreichbarkeit abgelehnt und konsequenterweise als einer der Wenigen, wenn nicht als einziger in meinem Umfeld komplett darauf verzichtet. Das war in den letzten 20 Jahren nicht leicht, sowohl beruflich als auch privat. Aber es geht!

Mittlerweile weiß man, dass selbst bei ausgeschaltetem Handy eine Echtzeit-Überwachung für die Dienste technisch kein Problem ist und jeder Handynutzer auch ohne die Remote-Aktivierung kleiner Extra-Features ständig Wasser auf die Datenmühlen der Werbeindustrie (Bewegungsprofile durch An- und Abmeldung in den funkzellen, Suchbegriffe, Online-Einkäufe, Posts, Tweets etc.) gibt. Und ich kann es kaum fassen, dass dennoch alle fröhlich weiter mitspielen. Wenn der Trend sich weiter so entwickelt, werden wir eines Tages in einer Welt aufwachen, in der jede Aktivität erfasst, analysiert und gespeichert wird. Wer sich schon ein wenig zu der neuen Google-Brille informiert hat, weiß wohin die Reise geht. Und an kleine Überwachungs-Drohnen kommt heutzutage auch schon jeder Privatmann. Mittlerweile nicht nur über Online-Shops (sowohl Spezialisten als auch Amazon), sondern teilweise schon in Discounter-Ketten als Angebot der Woche. Krank, oder? Bei aller Technikverliebtheit und dem “Frosch-im-Kochtopf”-Effekt, den uns solche “Gadgets” gleich kostenlos mitliefern, merken wir fast gar nicht wie wir für das Thema Überwachung desensibilisiert werden.

Ab einem bestimmten Punkt wird es zu spät sein, um ein solches System wieder abzuschaffen, da dann jeder dagegen Aufbegehrende sofort identifiziert und auf die eine oder andere Weise mundtot gemacht wird. Mittel und Wege haben die Akteure an den Schlüsselpositionen der Macht ja – wie man in Deutschland spätestens seit dem Fall von Gustl Mollath weiß und auch in Putin´s lupenreiner Demokratie bei den Schauprozessen gegen Oppositionelle immer wieder beobachten muss. Leider ist der Hang zu immer mehr Überwachung ein globaler Trend, wie so vieles seit der von den NeoCons forcierten Globalisierung. Hat diese Überwachungsmanie erstmal eine gewisse Grenze überschritten, ist das langfristig ähnlich fatal wie der Biss eines Zombies in der Zombie Apocalypse: man kommt aus der Nummer einfach nicht wieder raus! They are coming to get you, Barbara!

Daher viel Glück uns allen! Wer dagegen aufstehen will, kann sich aktiv an den zahlreichen “Stop watching us!“-Demonstrationen am Samstag, dem 27. Juli, beteiligen und Flagge zeigen! Also nutze das schöne Wetter und unterstütze die Aktion in Deiner Nähe, sei kein elektronischer Zombie!

Update: State of Decay: Der perfekte Zombie Apocalypse Simulator?

Update 14.06.: Auch in Deutschland ist State of Decay seit dem 12.06. nun über Xbox Live Arcade erhältlich (für 1600 Microsoft Points oder 20 EUR). Testet Euren Survivalplan und (üb)erlebt jetzt die Zombie Apocalypse.

Ein Termin für die PC-Version steht leider noch nicht. Aber UndeadLabs wäre schon ziemlich untot, wenn sie die nicht bald nachschieben, ist der Release auf der Xbox doch sehr gut gelaufen. Über 250.000 Mal wurde der Titel in den ersten 48 Stunden verkauft. Auf Xbox Live konnte sich bisher nur Minecraft besser verkaufen…

Update 06.06.: Leider kommt es in Deutschland nun doch noch nicht zum Release (welcher prinzipiell/offiziell gestern stattfand).

UndeadLabs hat es leider verschlampt, das Altersfreigabe-Zertifikat in den Release-Candidate zu integrieren und Publisher Microsoft hat daher den Verkaufsstart in Deutschland ausgesetzt. Und als wäre das noch nicht genug, wurde auch “nur” die Xbox- Version veröffentlicht – ein Termin für den PC steht noch aus. Damit werden wir noch etwas warten müssen, bis wir unseren persönlichen Zombie Apocalypse Überlebensplan in der virtuellen Welt auf die Probe stellen können.

bisheriger Artikel:

Ihr habt euren Fluchtrucksack fertig gepackt, eure Reiseroute steht fest und all das Equipment steht bereit?

Eventuell habt ihr ab Juni 2013 die Möglichkeit, ein wenig echte Zombie Apocalypse-Atmosphäre im neuen UndeadLabs-Spiel “State of Decay” zu schnuppern!
Es gilt hier, eine gefährliche Reise gemeinsam mit Gefährten zu überstehen und dabei Vorräte zu sammeln, Allianzen mit neuen Gefährten zu schließen, die Ausbreitung der Zombieinfektion im Camp zu verhindern und vieles mehr. Also nicht nur ein bloßes Ballerspiel, bei dem man sich den Weg in die Freiheit nur mit der Knarre freischießt. Keine Sorge: Zombies umhauen kann man auch zu Genüge 😉

State of Decay Screenshot
Quelle: Undead Labs

Schön gemacht an dem Spiel finde ich, dass hier speziell auf Gruppendynamik geachtet wurde. Eines der Hauptziele im Spiel ist, nach und nach eine schlagkräftige Truppe um sich zu scharen. Neue Mitglieder in eurem Team können besondere Skills besitzen, die die Gruppe voranbringen. Wer möchte nicht gerne einen Arzt oder Koch in seinem Camp haben? Die speziellen Skills sind dann auch für den Campausbau wichtig. So erhält man etwa in der Kombination “Küche ausgebaut & Koch im Camp vorhanden” die Möglichkeit, Nahrung mit höherem Nährgehalt (stamina regeneration) für alle Truppmitglieder herzustellen und der Koch ist in der Lage, verseuchte Nahrungsmittel frühzeitig zu erkennen und auszusondern. Das setzt sich dann fort über sichere Schlafräume mit Betten (dadurch wird Gesundheit und Stamina beim Schlafen regeneriert), über einen Behandlungsraum mit Arzt und so weiter.

Das Spiel bietet auch ein Beziehungsmanagement: Erfüllt ihr Missionen für NPC oder rettet sie aus einer Gefahr, steigt euer Einfluss und es wird wahrscheinlicher, dass sie sich eurem Trupp anschließen und bei einem Bau-Upgrade in euerem Camp mithelfen. Schließt sich ein Charakter an, so könnt ihr zwischendurch in diesen schlüpfen und in seiner Rolle bestimmte Aktionen erledigen.

Ein weiteres nettes Feature ist, dass man seiner Kreativität beim Barrikadenbau und Verschanzen des Basislagers unter Beweis stellen kann.

State of Decay Screenshot
Quelle: Undead Labs

Das ganze Konzept geht in diesem Sandbox-Game meiner Meinung nach gut auf: es sind zahlreiche Orte und Gebäude zu erkunden, ein wenig RTS mit dem Ausbau der Basis ist vorhanden, der soziale Aspekt kommt stark zum Tragen und erlaubt jede Menge Interaktion und ganz wichtig: die Vergeltung an den Zombies in Form diverser Schuss-, Hieb- und Stichwaffen kommt auch nicht zu kurz. So ist für jeden etwas dabei und wer mehrere oder alle dieser Aspekte mag, wird endlose Stunden in dem Spiel verbringen können. Auch die Optik wirkt schon jetzt vor Release ganz ordentlich. Alles gepaart mit der gleichen spielerischen Freiheit wie in GTA.

Wer sich ernsthaft auf die Zombie Apocalypse vorbereiten will, dem rate ich dringendst dazu, State of Decay eine Chance zu geben (erscheint im Juni für PC und Xbox). Ihr werdet vieles wiederentdecken, was auch im hier Blog schon angesprochen wurde bzw. noch wird 😉

Das Spiel ist für Singleplayer, aber UndeadLabs arbeitet nach eigener Aussage bereits an einem Open World Zombie MMOG. Wir dürfen gespannt sein…aber zum Einstimmen wird erstmal die Einzelspielerversion ausgiebigen Spielraum bieten.

Hier noch ein paar Eindrücke – zwar aus der noch “unpolished alpha”-Version von der Spielemesse Pax 2013, dafür aber mit echten Spielszenen und keinen gerenderten Cutscenes wie gewöhnlich in offiziellen Trailern):